Ein sachverständiges Plädoyer für eine wirtschaftspolitische und gesellschaftliche Umkehr.
Peter Bofinger: Ist der Markt noch zu retten?
Nach einem jahrzentelangen Siegeszug ist der Markt in eine schwere Krise geraten. Nur durch extreme Rettungsmaßnahmen des Staates konnte eine Kernschmelze des Weltfinanzsystems verhindert werden. Banker, die als die Helden des 21. Jahrhunderts bewundert wurden, stehen jetzt am Pranger von Politik und Medien. Das Pendel, das lange Zeit weit in die Richtung des Marktes ausgeschlagen war, droht in die Gegenrichtung zu schwingen.
Wenn dabei nicht auch noch die Globalisierung der Gütermärkte gefährdet werden soll, muss rasch gehandelt werden. Die einzige Rettung des Marktes ist ein Staat, der weit mehr als bisher dafür sorgen muss, dass der wachsende Wohlstand nicht nur einigen wenigen, sondern breiten Bevölkerungsschichten zugute kommt. Das erfordert ein Umdenken: Staat und Markt sind keine Gegner. Ohne einen starken Staat zerstört der Markt sich selbst.
Peter Bofinger, Kurzbiografie Prof. Dr. Peter Bofinger, Jahrgang 1954, lehrt Volkswirtschaftslehre in Würzburg. Er ist einer der wenigen führenden deutschen Ökonomen, die für eine eher linke, nachfrageorientierte oder keynesianische Wirtschaftspolitik stehen. Neben zahlreichen Fachbüchern hat Peter Bofinger 2004 den Wirtschaftsbestseller Wir sind besser als wir glauben veröffentlicht.
| Bibliografie Titel: Ist der Markt noch zu retten?
Warum wir jetzt einen starken Staat brauchen
Autor: Peter Bofinger
Umfang: 192 Seiten, gebunden
Verlag: Econ, Berlin
Preis: 19,90 Euro
ISBN-10: 3430300436
ISBN-13: 978-3430300438 |
geld-online vom 17.09.2009 |