Hilgert wird neuer Chef der WestLB
Nach monatelanger Suche hat die angeschlagene WestLB einen neuen Vorstandschef gefunden. Der ehemalige Vize-Chef der DZ Bank, Heinz Hilgert, soll zum 1. Mai den Vorstandsvorsitz übernehmen.
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| Wie der Aufsichtsrat der WestLB mitteilte, sei der 54-Jährige ein "Mann der Gestaltung", der das Kontrollgremium "mit seinen Vorstellungen zur Zukunft der WestLB überzeugt", habe. Hilgert sei einstimmig zum Nachfolger von Alexander Stuhlmann berufen worden.
Bis Anfang Oktober 2007 war Heinz Hilgert stellvertretender Vorstandschef der Frankfurter DZ Bank. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Duisburg und startete seine Karriere 1979 bei der Chase Manhattan Bank. Dann war er bei den Privatbanken Trinkaus & Burkhardt und Sal. Oppenheim tätig. Hilgert wechselte 1995 in den genossenschaftlichen Finanzverbund. Er gilt als ein Allroundbanker.
In die Verlustzone gerutscht
Am heutigen Mittwoch legt Stuhlmann die Konzernbilanz für 2007 vor. Im Januar hatte die WestLB einen Verlust von etwa 1 Mrd. Euro und zusätzliche Abschreibungen in gleicher Größenordnung angekündigt. Im vergangenen Jahr war die Bank durch Fehlspekulationen und die internationale Finanzmarktkrise in die Verlustzone gerutscht.
Durch eine Finanzspritze des Landes konnte die WestLB gerettet werden. Ohne die von den Eigentümern abgegebene Garantien für riskante Wertpapier-Portfolios würde die WestLB Beobachtern zufolge in größeren Schwierigkeiten stecken als bislang bekannt. Ohne die Garantien des Landes Nordrhein-Westfalen von 5 Mrd. Euro hätte die Finanzmarktkrise im 1. Quartal "dramatische Auswirkungen" auf die Bank gehabt, heißt es. |
geld-online vom 02.04.2008 |