Presse-Wirtschaft

DER SPIEGEL Nr. 30 vom 21. Juli 2008

Thema der Woche: Deutschland trifft den SuperStar. Barack Obamas Auftritt in Berlin.

Titel: Barack Obama in Berlin. S. 22
Sollte Barack Obama im November zum US-Präsidenten gewählt werden, könnte eine neue Ära der transatlantischen Beziehungen beginnen. Schon vor seiner Grundsatzrede in Berlin ist klar, dass der Demokrat das Verhältnis zu Europa neu bestimmen, aber auch einiges fordern will: Die USA wollen mehr kooperieren, Europa soll sich finanziell und personell stärker als bisher am Kampf gegen den Terror beteiligen - auch Deutschland.

Grüner Disput um Energiepolitik. S. 36
Bei den Grünen bahnt sich ein Streit über den Kurs in der Energiepolitik an. Die Parteiführung um Clauda Roth und Reinhard Bütikofer will die Verlängerung der Laufzeiten von Atommeilern verhindern und den Neubau von Kohlekraftwerken stoppen. Doch auf dem Reformerflügel der Öko-Partei formiert sich Widerstand. Erste Stimmen plädieren sogar für einen offeneren Umgang mit der Kernenergie.

Ermittlungen am Rande der Legalität. S. 42
Um den Oldenburger Holzklotz-Werfer zu fassen, bediente sich die Polizei einer heiklen Ermittlungstaktik: Sie rasterte die Telefon-Verbindungsdaten von bis zu 10000 unbeteiligten Bürgern, etliche hörte sie ab. Das Vorgehen ist unter Juristen umstritten.

Flucht nach England. S. 68
Sie unterwerfen sich harter Internatsdisziplin und hoffen, künftig Teil einer globalen Elite zu sein. So viele Deutsche wie nie besuchen englische Privatschulen, um dem heimischen Bildungssystem zu entfliehen. Viele Begabte suchen den höheren Leistungsdruck, sie landen in Lernfabriken, die wie Bildungsunternehmen geführt werden.

Der Kampf um Continental. S. 82
Ausgerechnet die Schaeffler-Gruppe aus Herzogenaurach, ein wenig bekanntes Familienunternehmen, greift nach dem Dax-Konzern Continental. Einen Angriff hatte Conti-Chef Wennemer eher von Hedgefonds erwartet. Mit der Witwe des Schaeffler-Gründers hat er nicht gerechnet.

Was deutschen Bloggern fehlt. S. 94
Noch nie war es so einfach wie in der Internet-Ära, seine eigene Meinung in die Welt zu posaunen - mit Online-Tagebüchern, sogenannten Blogs. Doch anders als in den USA bleiben die Akteure hierzulande bislang erstaunlich bedeutungslos.

"Wir vertrauen den Deutschen." S. 100, 102
Der Wiederaufbau beginnt, und Premier Nuri al-Maliki, diese Woche in Berlin, setzt dabei auf deutsche Firmen und ihr Know-how: "Wir haben großes Vertrauen zu ihnen und möchten sie beteiligen", sagt er im SPIEGEL-Gespräch. Einnahmen aus dem Ölexport und zehn Jahre Steuerfreiheit für Investoren sollen den Aufschwung sichern.

Kühne Liebesthese. S. 136
Ein Jurist verstört die literarische Welt mit der Vermutung, Goethe habe nicht, wie seit je angenommen, Charlotte von Stein geliebt, sondern die Herzogin Anna Amalia. Die Klassik Stiftung Weimar bezieht erstmals Stellung zu der kühnen These.

geld-online vom 21.07.2008

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